Meine erste Gleitsichtbrille

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Die erste Gleitsichtbrille stellt oft ein Problem dar. Diese Seite soll Informationen und Hilfestellung geben - vor dem Kauf einer doch recht teuren Brille.
So kann vielleicht mancher Fehlkauf vermieden werden.
Schön wäre es, wenn Träger einer Gleitsichtbrille über Ihre ersten Erfahrungen berichten oder Fachleute Hintergrundinformationen geben würden.
Dazu wird ein Forum eingerichtet werden.

 

Was ist eine Gleitsichtbrille?

Eine Gleitsichtbrille ist eine Brille zur Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie).
Bei der Alterssichtigkeit ist die Elastizität der Augenlinse eingeschränkt - die Linse verhärtet und verdickt sich.
Je nach Entfernung des Objektes wölbt sich die Linse aber unterschiedlich stark. Dadurch wird das Einstellen des Auges auf Objekte in der Nähe erschwert. Es kommt zu Problemen vor allem beim Lesen und Arbeiten im Nahbereich.
Erstes Anzeichen dafür ist die Gewohnheit, Buch oder Zeitung weiter weg zu halten (bis die Arme nicht mehr ausreichen).
Hier hilft bereits eine Lesebrille. Mehr Komfort bieten aber Mehrstärken- oder Gleitsichtgläser.

Bei Mehrstärkengläsern (Bifokal- bzw. Trifokalgläser) wird eine extra Fläche für den Nahbereich eingeschliffen und bei Bedarf eine weitere für die mittlere Entfernung.
Vorteil: Lästiges Brillenwechseln oder der Blick über den Brillenrand entfallen.
Nachteil: Es besteht eine sichtbare Trennlinie zwischen den einzelnen Sehbereichen.

Für ein optimales Sehen von Nah bis Fern wurden Gleitsichtgläser entwickelt.
Gleitsichtgläser sind in stufenlos angeordneten Zonen aufgeteilt.

  • Oben: für Fernsicht,
  • Mitte: für Zwischenentfernungen
  • Unten: für Nahsicht

Die Stärke zwischen diesen Bereichen ändert sich stetig. Ein Übergang ist nicht zu sehen. Der gleitende Übergang zwischen den Sehbereichen wird oft angenehmer empfunden als der harte Übergang bei Bifokal- oder Trifokalbrillen.

Viele Menschen kommen mit Gleitsichtgläsern sofort zurecht.
Es kann aber auch Probleme geben. Das Auge muss sich an das "neue Sehen" erste gewöhnen und das "Sehprogramm" muss im Gehirn adaptiert werden.
Dafür ist eine sehr unterschiedliche Eingewöhnungszeit nötig.
 

Mögliche Probleme in der Eingewöhnungsphase:

  • Schwindel
  • Augenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Kleinerer Sehbereich für Ferne bzw. Nähe
  • Linien und Ebenen erscheinen verzerrt
  • Schaukeleffekt
  • Schätzen von Entfernungen kann erschwert sein